Heilmittelkatalog 2017
Heilmittel der Physikalischen Therapie
Bedienungsanleitung / Verordnungsbeispiel
 

Bedienungsanleitung/Verordnungsbeispiel

Der Online-Katalog

Der hier dargestellte Heilmittelkatalog als Online-Version entspricht inhaltlich dem offiziellen Richtlinientext bzw. dem Katalogteil der Richtlinie. Die leichtere Benutzbarkeit entsteht (nur) durch die Art der Anordnung, die grafische Aufbereitung und das Suchsystem (im Buch durch die Register).

Sowohl die Online-Version als auch die Buch-Version sollen Sie bei der Auswahl der Heilmittel unterstützen. Ausgehend von einer Diagnose führt Sie das Suchsystem zu den verordnungsfähigen Heilmitteln und deren verordnungsfähigen Mengen.

Diagnose zuordnen

Sie diagnostizieren bei Ihrem Patienten z.B. eine Schulterluxation.

Im Online-Katalog sind die Diagnosen zunächst in Bereiche eingeteilt, die mit den Ziffern 1 bis 6 bezeichnet sind (diese entsprechen den Registern im Buch).

Ihre Diagnose Schulterluxation finden Sie im Kapitel Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane. Im Buch entspricht das Register (1). Klicken Sie in diese Zeile.

Sie sehen jetzt eine Auflistung von Diagnosengruppen innerhalb dieses Kapitels. Hier beginnt das zweite Register.

Jede Zeile ist mit zwei Großbuchstaben und ggf. einer zusätzlichen Ziffer bezeichnet. Ihre Diagnose "Schulterluxation" ist der Diagnosengruppe EX2 ("Verletzungen/Operationen und Erkrankungen der Extremitäten und des Beckens mit prognostisch mittelfristigem Behandlungsbedarf") zuzuordnen. Klicken Sie auf diese Zeile.

Leitsymptomatik/Schädigung zuordnen

Sie befinden sich jetzt auf einer Einzeldiagnose-Seite:
Zu Beginn befindet sich eine ausführliche Beschreibung der Diagnose mit evtl. Spezifikationen, Erläuterungen, Ergänzungen und Beispielen. Sie können jetzt noch einmal vergleichen, ob die gestellte Diagnose in diese Diagnosegruppe fällt.

Darunter finden Sie eine Tabelle. Die erste Spalte beinhaltet die Leitsymptomatik bestehend aus funktioneller/struktureller Schädigung mit den daraus resultierenden Therapiezielen.
Die funktionellen/strukturellen Schädigungen sind durch einen Kleinbuchstaben gekennzeichnet, z.B. a), b), c). Den Therapiezielen ist ein kleiner Pfeil vorangestellt.

Suchen Sie die entsprechende Leitsymptomatik aus, die bei Ihrem Patienten aufgetreten ist. Dies könnte z.B. a) "Bewegungsstörung" sein.

Heilmittel bestimmen

Bleiben Sie auf dieser Zeile und gehen Sie einfach eine Spalte nach rechts. In dieser zweiten Spalte finden Sie die zur jeweiligen Leitsymptomatik verordnungsfähigen Heilmittel. Die Legende für die Abkürzungen der Heilmittel finden Sie unter der Tabelle.

Bei dieser Beispieldiagnose sieht der Regelfall als "vorrangiges Heilmittel " entweder die Verordnung von "Allgemeiner Krankengymnastik" oder "Manueller Therapie" vor. Von diesen beiden Heilmitteln können Sie eines zur Verordnung auswählen.

Kann aus beim Patienten liegenden Gründen keines der beiden "vorrangigen Heilmittel" durchgeführt werden, so gibt es hier die Alternative, ein optionales Heilmittel zu verordnen, in diesem Fall "Übungsbehandlung".

Zusätzlich zu den Hauptheilmitteln oder können Sie außerdem eines der weiteren ergänzenden Heilmittel verordnen, hier z.B. entweder Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie. (Bei der Verordnung von Wärmetherapie sollte dies auch aus abrechnungstechnischen Gründen spezifiziert werden, z.B. "WT Fango").

Liegt bei diesen Patienten eine "Komplexe Schädigung" vor (Leitsymptomatik d)), so kann alternativ zur Verordnung von Einzel-Heilmitteln auch eine "Standardisierte Heilmittelkombination " "D1" verordnet werden. Sie können hierbei die einzusetzenden Heilmittel aus den im Katalog aufgeführten vorgeben oder die Entscheidung dem Therapeuten überlassen.

Verordnungsmenge bestimmen

Zur Bestimmung der entsprechenden Verordnungsmenge im Regelfall gehen Sie eine weitere Spalte nach rechts. In der dritten Spalte finden Sie neben den zulässigen Verordnungsmengen auch die Therapiefrequenzempfehlung und ggf. weitere Hinweise zur Verordnung. Die hier verwendeten Abkürzungen und Symbole finden Sie ebenfalls unten auf der Seite.

Für die Beispieldiagnose sieht der Regelfall bei der Erstverordnung bis zu 6 Behandlungen (Einheiten) pro Verordnung vor ( <= 6).

Je Folgeverordnung kann im Regelfall ebenfalls eine Verordnungsmenge von bis zu 6 Behandlungen (Einheiten) verordnet werden ( <= 6).

Im Regelfall beträgt die Gesamtverordnungsmenge bis zu 18 Behandlungen ( <= 18). Lässt sich im individuellen Einzelfall das Therapieziel mit der gegebenen Gesamtverordnungsmenge nicht erreichen, sieht die Richtlinie eine Verordnung "außerhalb des Regelfalls" vor.

Frequenzempfehlung und Hinweise

Für die Verordnung ist noch eine Frequenzempfehlung über die Anzahl der Therapieeinheiten pro Woche abzugeben. Im Beispiel sind dies 2 oder mehr Behandlungen (Einheiten) pro Woche.( >=2).

Die rechte Spalte enthält zudem verschiedene Hinweise für die Verordnung von Heilmitteln in der jeweiligen Diagnosengruppe.

Suche fortsetzen/Neue Suche

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Mit einem Klick auf "Heilmittelkatalog 2017" befinden Sie sich wieder in der obersten Ebene. Mit einem Klick auf "Heilmittel der Physikalischen Therapie" sind Sie bereits im Katalogteil der "Physikalischen Therapie".

Ergänzende Informationen finden Sie auch in den anderen Rubriken von www.heilmittelkatalog.de.


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