Heilmittelkatalog 2017
Heilmittel der Ergotherapie
Bedienungsanleitung
 

Bedienungsanleitung/Verordnungsbeispiel

Der Online-Katalog

Der hier dargestellte Heilmittelkatalog als Online-Version entspricht inhaltlich dem offiziellen Richtlinientext bzw. dem Katalogteil der Richtlinie. Die leichtere Benutzbarkeit entsteht (nur) durch die Art der Anordnung, die grafische Aufbereitung und das Suchsystem (im Buch durch die Register).

Sowohl die Online-Version als auch die Buch-Version sollen Sie bei der Auswahl der Heilmittel unterstützen. Ausgehend von einer Diagnose führt Sie das Suchsystem zu den verordnungsfähigen Heilmitteln und deren verordnungsfähigen Mengen.

Diagnose zuordnen

Sie diagnostizieren bei Ihrem Patienten z.B. einen Apoplex. Im Katalog sind die Diagnosen zunächst in die Bereiche eingeteilt, die mit den Ziffern 1 bis 4 bezeichnet sind (diese entsprechen den Registern im Buch).

Ihre Diagnose Apoplex ist dem Kapitel Erkrankungen des Nervensystems zuzuordnen, also der Ziffer 2.

Klicken Sie auf diese Zeile "2 - Erkrankungen des Nervensystems". Auf der jetzt folgenden Seite sehen Sie eine Auflistung von Diagnosengruppen innerhalb dieses Kapitels. Hier beginnt das zweite Register. Jede Zeile ist mit zwei Großbuchstaben und einer zusätzlichen Ziffer beschriftet.

Ihre Diagnose "Apoplex" ist der Diagnosengruppe EN2 ("ZNS-Schädigungen/ZNS-Erkrankungen nach Vollendung des 18. Lebensjahres") zuzuordnen. Klicken Sie auf diese Zeile. Sie befinden sich jetzt auf einer Seite, die eine Diagnose bzw. Diagnosengruppe erläutert.

Zu Beginn sehen Sie eine ausführliche Beschreibung der Diagnose mit evtl. Spezifikationen, Erläuterungen, Ergänzungen und Beispielen. Sie können jetzt noch einmal vergleichen, ob die gestellte Diagnose in diese Diagnosengruppe fällt.

Funktionelle/strukturelle Schädigung, Leitsymptomatik und Therapieziel zuordnen

Unter der Beschreibung der Diagnose finden Sie eine Tabelle. Die erste Spalte beinhaltet

Suchen Sie nun zuerst die entsprechenden Funktionsstörungen aus, die bei Ihrem Patienten bestehen. Dies könnte im Beispiel Apoplex die Funktionsstörung im Bereich der "Körperhaltung, Körperbewegung und Koordination" sein.

Anschließend ordnen Sie dieser funktionellen/strukturellen Schädigung die hieraus resultierende Einschränkung der Fähigkeiten zu. In unserem Beispiel resultiert aus den beschriebenen Funktionsstörungen die "Einschränkung der Beweglichkeit und Geschicklichkeit".

Es folgen die sich aus dem Schädigungsbild ergebenden Therapieziele, welche durch eine entsprechende Heilmittelbehandlung im Regelfall erreicht werden können.

Heilmittel bestimmen

In der zweiten Spalte finden Sie die bei dieser Diagnose "im Regelfall" verordnungsfähigen Heilmittel bzw. Maßnahmen der Ergotherapie.

Im Beispiel (Apoplex, EN2) bietet der Heilmittelkatalog drei alternative vorrangige Heilmittel an: SPB/MFB/NOB.

In Abhängigkeit von den funktionellen/strukturellen Schädigungen und den hieraus resultierenden Fähigkeitsstörungen können Sie nun ein "vorrangiges Heilmittel" auswählen. In unserem Beispiel z.B. das Heilmittel SPB "Sensomotorisch-perzeptive Behandlung".

Kann aus beim Patienten befindlichen Gründen das "vorrangige Heilmittel" nicht eingesetzt werden, gibt der Katalog hier die Möglichkeit, alternativ ein "optionales Heilmittel" , in diesem Fall die "Psychisch-funktionelle Behandlung", zu verordnen. Dies macht in unserem Beispiel allerdings nur dann Sinn, wenn auch entsprechend begleitende Störungen der psychischen Funktionen und Fähigkeiten vorliegen.

Zusätzlich zum "vorrangigen" (bzw. "optionalen" ) Heilmittel können Sie außerdem eines der weiteren "ergänzenden Heilmittel" verordnen, hier z.B. eine "Thermische Anwendung".

Verordnungsmenge bestimmen

Gehen Sie wiederum eine Spalte nach rechts. Sie finden dort neben den zulässigen Verordnungsmengen auch die Therapiefrequenzempfehlung und ggf. weitere Hinweise zur Verordnung.

Für die Beispieldiagnose sieht der Regelfall bei der Erstverordnung bis zu 10 Behandlungen (Einheiten) pro Verordnung vor ( <= 10). Je Folgeverordnung kann im Regelfall ebenfalls eine Verordnungsmenge von bis zu 10 Behandlungen (Einheiten) verordnet werden ( <= 10). Im Regelfall beträgt die Gesamtverordnungsmenge bis zu 40 Behandlungen ( <= 40). Lässt sich im individuellen Einzelfall das Therapieziel mit der gegebenen Gesamtverordnungsmenge nicht erreichen, sieht die Richtlinie eine Verordnung "außerhalb des Regelfalls" vor.

Frequenzempfehlung und Hinweise

Für die Verordnung ist noch eine Frequenzempfehlung über die Anzahl der Therapieeinheiten pro Woche abzugeben. Im Beispiel sind dies 1 oder mehr Behandlungen (Einheiten) pro Woche ( >= 1).

Die rechte Spalte enthält ggf. Hinweise zur Verordnung.

Symbole und Abkürzungen

Unterhalb der Tabelle finden Sie die auf der jeweiligen Seite verwendeten Symbole und Abkürzungen der Heilmittel.

Suche fortsetzen/Neue Suche

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Mit einem Klick auf "Heilmittelkatalog 2017" befinden Sie sich wieder in der obersten Ebene. Mit einem Klick auf "Heilmittel der Ergotherapie" sind Sie bereits im Katalogteil der "Ergotherapie".

Ergänzende Informationen finden Sie auch in den anderen Rubriken von www.heilmittelkatalog.de.


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