Physikalische Therapie - Eigenübungsprogramm

Bei einer Reihe von Diagnosen im Bereich der Physikalischen Therapie regt die Richtlinie als besonderen Hinweis an, den Patienten in die eigenständige Ausführung eines Übungsprogrammes einzuweisen.

Diese Fälle sind im Heilmittelkatalog als Buch mit dem Symbol (Ü) gekennzeichnet. Im Originaltext der Richtlinie ist der Hinweis ausgeschrieben.

Dieses Ziel sollte bei diesen Diagnosen immer auch vom Therapeuten verfolgt werden. Soweit diesem Ziel im konkreten Fall aus Sicht des verordnenden Arztes besonderes Gewicht zukommt, sollte der Arzt eine entsprechende Anweisung an den Therapeuten auf der Verordnung vermerken, z.B. in der Zeile „Ggf. Spezifizierung der Therapieziele“.

Die Einweisung in ein Eigenübungsprogramm kann verbal erfolgen. Es kann aber auch hilfreich sein, dem Patienten die Übungen zusätzlich schriftlich zur Verfügung zu stellen. Eine schriftliche Unterlage hat u.a. folgende Vorteile:

  • Eine schriftliche Gedächtnisstütze erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient die Übungen korrekt ausführt.
  • Eine schriftliche Gedächtnisstüzte erhöht die Motivation des Patienten, da er ein klares Programm für seine Aktivitäten hat.

Die schriftliche Unterlage könnte aus einer textlichen Beschreibung der Übungen bestehen (z.B. Übungen zusammengestellt mit einer Textverarbeitungssoftware).

Eine (zusätzliche) Zeichnung oder Abbildung der Übung (z.B. Anfangs- und/oder Endposition) vermittelt die Information noch besser (z.B. Kopien von Bildern).

Eine Software speziell für das Zusammenstellen von Übungen wird von der Firma PhysioTools angeboten.